Heilpflanzen – die kleine Apotheke im Garten

Das Wissen um Heilpflanzen erlebt eine Renaissance in heutiger Zeit, weil Menschen nicht stets zu Pillen und Tabletten greifen möchten, um jede Art körperlichen Unwohlseins, jede kleine Krankheit auf diese Weise abzutöten.


Das eigene Beet mit Heilpflanzen kann ein wertvolles Instrument sein, um die eigene Gesundheit zu stärken, solange sich der Gärtner der Grenzen der Eigentherapie mit Heilpflanzen bewusst ist. Im Zweifelsfall, etwa wenn der Ursprung von Schmerz und Unwohlsein komplett unbekannt ist, darf der Griff ins Heilpflanzen – Beet den Arztbesuch nicht ersetzen. Wer verantwortungsvoll mit sich und seiner Gesundheit umgeht und die Grenzen kennt, für den sind Heilpflanzen im eigenen Garten eine gute Wahl; vielleicht reservieren Sie eine Ecke Ihres Kräutergartens für die Heilpflanzen Ihrer Wahl?

Heilpflanzen — was können sie?

Viele Heilpflanzen kommen aus Fernost in Deutschlands Gärten; Ihre Popularität wuchs mit der Popularität alternativer Heilmethoden wie der Traditionellen Chinesischen Medizin. Gehen wir doch auf eine kleine Reise in die Welt der Heilpflanzen und schauen uns einige von ihnen an.

Vitalbeere

Da stoßen wir dann beispielsweise auf die aus China stammende Vitalbeere, dort auch „Wu-Wei-Zi“ genannt. Die roten Blätter und Beeren dieser Heilpflanzen werden für Tees, Säfte oder auch Marmelade verwendet; sie fördern die Durchblutung, können dazu beitragen, Arterienverkalkung zu verhindern und Blutgefäße zu reinigen. Auch bei Husten und Erkältung können diese Heilpflanzen beispielsweise Linderung schaffen. Die Vitalbeere ist winterhart und fühlt sich im Halbschatten am wohlsten.

Goji-Beere

Eine andere Beere aus Asien, die zur Gruppe der Heilpflanzen gehört und in Deutschland Furore machen könnte, ist die so genannte Goji-Beere. Vor allem Wohlbefinden und Ausgeglichenheit versprechen sich diejenigen, die diese Heilpflanzen nutzen. Die über 20 verschiedenen Mineralstoffe in den Beeren, das Eisen und der hohe Vitamin-C-Gehalt sprechen dafür, dass die Beeren tatsächlich positiv auf den menschlichen Körper wirken. Diese Heilpflanzen sind ausgesprochen lecker schmeckende Beeren, die man einfach pflücken und essen kann, die aber auch als Zutat zum Joghurt oder Müsli taugen.

Cistus

Nicht aus Asien, sondern aus Griechenland stammen diese Heilpflanzen in Deutschlands Gärten: das duftende Heilkraut Cistus, das frostige Temperaturen von bis zu minus zehn Grad verträgt. Aus den Blättern und Blüten lässt sich ein Tee kochen, dessen gesundheitsfördernde Wirkung die von grünem Tee noch deutlich übersteigt.

Bärlauch

Wer heutzutage an den Regalen der Supermärkte vorbeischlendert, begegnet dem Bärlauch gleich mehrfach, etwa in Schmelzkäse-Zubereitungen. Die Lebensmittel-Produzenten und Köche haben ihn wiederentdeckt, bereiten auch Pesto aus ihm oder nehmen ihn als Zutat zum Salat. Verwandt ist der Bärlauch mit dem Schnittlauch, der Zwiebel und dem Knoblauch, ohne allerdings ähnlichen Geruch zu verbreiten. Etwas unbekannter ist der Bärlauch als Pflanze, die auch die Welt der Heilpflanzen bereichert. Nachgesagt werden dem Bärlauch etwa eine positive Wirkung auf den Magen/Darm – Trakt und die Durchblutung. Diese Heilpflanzen fühlen sich in der Sonne und im Halbschatten wohl und bedürfen nur geringer Pflege.

Heilpflanzen — Literatur

Neben den hier vorgestellten Heilpflanzen existieren viele weitere Heilpflanzen für den heimischen Garten, für deren Pflege, aber vor allem für deren Verwendung man sich zunächst etwas schlau machen sollte. Der Buchmarkt gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Büchern über Heilpflanzen her, in denen man sich über Nutzen und Zubereitung von Heilpflanzen informieren kann.